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Erziehung - Aktuelles Wissen
Dominanz und Rangordnung,
die Schreckengespenster in der Hundeerziehung
Zieht Ihr Hund an der Leine und rennt vor Ihnen durch die Tür? Liegt er am
liebsten mit Ihnen auf dem Sofa und macht sich in Ihrem Bett breit? Haben Sie einen Hund der
keine Artgenossen mag? Oder haben Sie einen Hund der sein Futter mit Knurren verteidigt?
Trifft einiges davon zu, dann haben Sie bestimmt auch schon die Aussage zu hören bekommen:
"Sie haben ein Dominanzproblem! Ihr Hund muss untergeordnet werden damit das Zusammenleben
funktioniert. Ihr Hund zeigt nur dann keine Probleme im Umgang mit Ihnen und seinen
Artgenossen, wenn Sie ihm gezeigt haben wo er im Rudel steht."
Die Klärung der Rangordnung gilt als Universallösung bei Hundeproblemen.
Die Ergebnisse neuerer Forschung zeigen, dass diese Sicht der Dinge jeder
wissenschaftlicher Grundlage entbehrt. Wir wollen Ihnen die Forschungsergebnisse von
L. David Mech an einem frei lebenden Wolfsrudel, welche er 1999 in der
Zeitschrift "Canadian Journal of Zoology" veröffentlich hat, vorstellen. Sie stellen das althergebrachte
Bild vom Hund, seinem Zusammenleben mit uns und seinen Artgenossen, gründlich auf den Kopf.
Vor allem die Frage der Dominanz bedarf seiner Meinung nach eine differnziertere Betrachtung,
als dies bisher der Fall war.
Also, wie ist das nun mit Dominanz und Rangordnung? Wir wünschen Ihnen viel
Spaß beim Lesen und bedanken uns herzlichst bei Mag. Heidrun Krisa aus Östereich für
die Übersetzung der Forschungsergebnisse von L. David Mech:
Alpha-Status, Dominanz und Arbeitsteilung in Wolfsrudeln (Canis lupus), 1999 (PDF-Datei)
Dieser Forschungsbericht liegt auch im HTML-Format vor (maschinelle
Wandlung). Wenn bei Ihnen JavaScript (Active Srcipting) freigeschaltet ist, können Sie diesen
Bericht hier im HTML-Format anschauen.
L. David Mech
Allgemein anerkannt als kompetentester Fachmann der USA auf dem Gebiet der
Wolfsforschung, hat L. David Mech dreissig Jahre seines Lebens damit zugebracht, den wahren
Karakter dieser Tiere kennenzulernen. Er ist Wildlife-Research-Biologe und arbeitet für den
U.S.Fish and Wildlife Service, außerdem Dozent für Ökologie, Verhaltensforschung und Zoologie
and der Universität Minnesota. Seine Aktivitäten zum Schutz der Wölfe umfassen neben der
praktischen Forschung im Gelände Publikationen, Filme, Berichte, Seminare und weltweite
Gutachtertätigkeit, Mech ist Autor von zahlreichen wissenschaftlichen und populären Beiträgen
zum Schutz der Wildtiere und hat außerdem zwei wissenschaftliche Bücher geschrieben, die als
Standardwerke gelten: "Wolves of Ilsles Royale" und "The Wolf: Ecology and Behavior of an
Endangered Species". Seine Schriften sind von Wissenschafts-und Umweltschutzinstitutionen
mehrfach ausgezeichnet worden. Um die Zukunft der Wölfe zu sichern, arbeitet Mech als
Vorsitzender des Wolfsausschusses in der International Union for the Conservation of Nature
und anderen Umweltschutzorganisationen. Er studierte das Leben der Wölfe in Italien, Mexiko,
Kanada, den USA und wurde als Gutachter für Löwen und Leoparden in Kenia, für Tiger in Indien
und für die Schätzung des Wildtierbestandes der UdSSR konsultiert
Frederking&Thaler.
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