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Erziehung - Allgemein
Vom Junghund zum Erwachsenen
Egal, ob Sie sich für einen Junghund oder einen Erwachsenen entschieden haben,
die Art wie Sie ihn Lehren ist die gleiche wie bei einem Welpen. Sie müssen Ihrem Hund die
Hausregeln lehren und das was Sie außerhalb von Haus und Wohnung von ihm wünschen. Wenn Sie
möchten, dass Ihr Hund mitarbeitet, müssen Sie ihn dazu auch motivieren können.
Gehorsam hat nichts mit Dominanz zu tun, sondern mit einer guten
Kommunikation zwischen Hund und Besitzer. In vielen Hundeschulen rät man dazu, den Hund auf den
Boden zu schmeißen (der sogenannte Alphawurf) wenn er nicht gehorcht. Lehnen Sie das ab,
denn es ist falsch und setzt den Hund nur unter Stress. Und nicht zuletzt, was hat der
Hund dabei gelernt? Nichts, außer dass sein Besitzer ab und zu unberechenbar ist.
Hunde schmeißen keine anderen Hunde um, um diese zu dominieren, sondern
Hunde legen sich freiwillig auf den Boden wenn sie sich unterwerfen wollen.
Bleiben Sie geduldig und seien Sie konsequent und bleiben Sie vor allem berechenbar für
Ihren Hund. Ein guter Hundeführer zeichnet sich aus durch Souveränität und er dreht nicht
gleich durch, wenn sein Hund einmal nicht das gewünschte Verhalten zeigt.
Egal für welche Rasse Sie sich entschieden haben, ausbilden kann man jeden
Hund. Wichtig ist, dass der Hund, Rassehund oder Mischling zu Ihrem Lebensstil passt. Haben
Sie sich für einen älteren Hund entschieden bedenken Sie, dass viele Krankheiten das
Lernverhalten des Hundes beeinflussen. Zeigt auch Ihr junger Hund plötzlich unerwünschtes
Verhalten, klären Sie als erstes mit einem Tierarzt ab, ob eine eventuelle Krankheit die
Ursache für sein plötzliches Fehlverhalten ist.
Wichtig: : Sie sollten sich immer bewusst sein, dass Lernen in jedem
Augenblick statt findet und nicht nur Sonntags morgens von 10-11Uhr auf dem Hundeplatz. Oft
bringen wir unseren Hunden ganz unbewusst bestimmte Verhaltensweisen bei. Halten Sie sich
immer die Gesetzmäßigkeiten des Lernens vor Augen und prüfen Sie kritisch Ihre eigene Handlung
gegenüber Ihrem Hund. Die Hunde machen nur das Erlernte. Führt Ihr Hund einmal das Signal
nicht aus, überlegen Sie genau, ob Sie ihm das gewünschte Signal auch schon in dieser
Situation gelehrt haben.
Bringen Sie Abwechslung in den Alltag, seien Sie kreativ. Wenn Ihr Hund
gelernt hat, dass bei Ihnen immer neue interessante Sachen passieren, wird er sich nicht
langweilen und anderweitig beschäftigen. Ihr Hund braucht mehr als nur seinen regelmäßigen
Spaziergang und das Spiel mit Artgenossen. Geben Sie ihm eine feste Arbeit. Er kann Ihnen
z.B. die Zeitung, die Hausschuhe und das Handy bringen. Sie können ihm lernen seine Spielsachen
selbst aufzuräumen, oder für die Sportlichen werden viele Sportarten angeboten. Vergessen
Sie nicht, dass Ihr Hund ein Nasentier ist. Die beste Beschäftigung für den Hund ist noch
immer eine Tätigkeit bei der er etwas suchen darf.
| | Training in der Fußgängerzone ... |
Eine gute Methode um Ihren Hund zu lehren ist der Clicker. Clickertraining
ist die einzige wissenschaftlich anerkannte Lernmethode. Erfahren Sie mehr bei
www.clicker.de und bei
Spass-mit-Hund.de.
Brauchen Sie Hilfe und wollen Sie eine Hundeschule besuchen dann gelten
dieselben Kriterien wie für eine gute Welpenspielschule; lediglich die Spielzeiten sind
verkürzt und dem Alter der Hunde angepasst. Anzumerken wäre, dass Einzeltraining angeboten
werden sollte, wenn verschiedene Hunde und/oder ihre Besitzer sich schlecht in der Gruppe
konzentrieren können. Für den Familienhund ist es unerlässlich, dass das Training nicht nur
auf dem Hundeplatz erfolgt, sondern auch für die Fortgeschrittenen in der Öffentlichkeit
(Fußgängerzone usw. ..).
Positive oder negative Erziehung
Viele Hundebesitzer werden sich die Frage stellen, "ist es überhaupt möglich
einen Hund rein positiv zu erziehen und auszubilden"? Wir, die Hundebesitzer, beeinflussen
das Verhalten des Hundes in zweierlei Hinsicht:
Wir lernen dem Hund etwas Neues, wie z.B. Fuß, Sitz, Platz usw. ... dafür
brauchen wir keine aversiven Mittel. All das können wir dem Hund rein positiv beibringen.
Wir lernen dem Hund unerwünschtes Verhalten abzulegen, und zwar durch
Ignorieren (subtraktive Strafe) denn das ist schonender und wirksamer als dem Hund auf die
Pfoten zu treten (additive Strafe).
Alle additiven Strafen (positive Strafe), wie z.B. Schimpfen, Leinenruck,
Nackengriff, Klaps, Kettenwurf usw.. sind in der Erziehung überflüssig. Man kann alles
erreichen indem man Ersatzverhalten trainiert.
Besonders bei Aggressionsproblemen ist additive Strafe kontraproduktiv.
Als Entscheidungshilfe, ob Sie nun lieber Ihren Familienhund über Strafe
lehren oder über positive Bestärkung, hilft Ihnen vielleicht nachfolgendes:
In Angola wie auch in Afghanistan werden Minenspürhunde eingesetzt. Alle
Ausbilder vor Ort kamen zu dem Schluss, dass die Ausbildung der Hunde nur auf dem positiven
Weg Sicherheit gebe. Das Resultat lässt sich sehen: Kein einziger Mensch oder Hund wurde bisher
verletzt bei dieser schwierigen Aufgabe.
Wenn solche Spezialisten, eine derartige Ausbildung bevorzugen, von der nicht zuletzt ihr
Leben und das Leben von anderen Menschen abhängt, müsste doch auch ein Familienhund auf
diesem Weg auszubilden sein.
Hilfsmittel in der Hundeausbildung
Was brauchen Sie für Erziehungshilfsmittel um Ihren Hund zu lehren?
- Ein Geschirr oder/und ein breites gepolstertes Halsband
- Leine: 2 oder 3 Meterleine, verstellbar
- Motivationsobjekte, Leckerli, Ball usw. ..
- Abbruchsignal, NEIN
und wenn was schief geht?
- Schleppleine
- Kopfhalter (Halti)
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| Lady mit Geschirr | Das Halti |
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