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Erziehung - Tipps und Tricks
Maulkorbgewöhnung
| Macht das Spaß? |
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Selten! Und wenn es dann noch so eine billige
Nylontasche ist, |
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| mit der ich nicht mehr hecheln und trinken kann und die Atmung eingeschränkt ist, droht |
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Hitzschlag!
Wenn es schon sein muß, dann doch lieber einen vom Tierarzt angepassten und geräumigen |
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| Gittermaulkorb! |
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Rufen Sie Ihren Hund zu sich und fangen an seinen Kopf zu streicheln.
Umfassen Sie dabei mehrfach sanft seine Schnauze mit einer oder
beiden Händen. Loben Sie ihn, wenn er es ruhig geschehen lässt. Machen Sie keinen Ringkampf
daraus. Bei manchen Hunden ist es einfacher, wenn man sie für diese Übung Sitzen lässt.
Sobald der Hund Ihre Hände in seinem Gesicht als angenehm empfindet, erweitern
Sie die Übung. Nehmen Sie jetzt ein weiches Band. Streicheln Sie wieder den Kopf des Hundes.
Schlingen Sie jetzt spielerisch das Band ein- oder zweimal um die Hundeschnauze. Loben Sie den
Hund, wenn er ruhig bleibt. Wiederholen Sie die Übung ein paar Mal, bis Sie das Ende des Bandes
um den Nacken des Hundes schlingen können. Ziehen Sie die Schlinge nur leicht an. Gestalten
Sie die ganze Übung so angenehm wie möglich für den Hund. Machen Sie die Übung an mindestens
vier verschiedenen Orten, z. B. Küche, Garten, Park, Fußgängerzone.
Zeigt Ihr Hund sich gegenüber Ihnen aggressiv und Sie können seine Schnauze
nicht berühren, unterlassen Sie das oben genannte Training und fangen Sie hier an:
1. Woche
Benutzen Sie jede für den Hund angenehme Situation im Laufe des Tages, um
ihn mit dem Beißkorb vertraut zu machen.
- Tag:
Zeigen Sie ihm den Maulkorb vor jedem Spaziergang, bevor Sie ihn füttern, mit ihm
spielen oder schmusen. Wenn er Interesse zeigt und den Maulkorb beschnuppert und untersucht,
loben Sie ihn. Machen Sie mindestens zehn Übungen am Tag.
- und 3. Tag:
Füllen Sie nun bei jeder Übung ein bisschen Futter in den
Maulkorb. Besonders geeignet sind Leberwurst oder Streichkäse, Sie können aber auch normales
Futter oder das Lieblingsfutter des Hundes benutzen. Lassen Sie den Hund aus dem Maulkorb, den
Sie dabei in der Hand halten, fressen oder/und schlecken. Wiederholen Sie diese Übung so oft,
bis der Hund seine Nase gerne in den Korb steckt.
- Tag:
Sobald er in aller Ruhe das Futter aus dem Korb leckt,
können Sie den Nackenriemen schließen. Loben Sie den Hund, wenn er ruhig bleibt. Nehmen Sie
den Korb nach etwa zehn Sekunden wieder ab. Wiederholen Sie diese Übung mehrmals.
- bis 7. Tag:
Verlängern Sie die Zeit bis Sie den Maulkorb wieder abnehmen. Nach
dem Abnehmen loben Sie den Hund, geben Sie ihm ein Leckerli und legen Sie den Korb wieder an.
Machen Sie jeweils drei bis vier Übungen nacheinander. Wiederholen Sie diese etwa 10mal am Tag.
Wenn Ihr Hund in der Wohnung mindestens 5 Minuten lang den Maulkorb toleriert hat und nicht
mehr versucht den Korb mit den Pfoten abzustreifen, dann können Sie damit beginnen, die Übung
während eines Spazierganges zu machen. Laufen Sie dann jeweils ein Stück mit dem Maulkorb,
bevor Sie ihn wieder abnehmen.
2. Woche
Jetzt sollte der Hund den Maulkorb immer für einige Minuten tragen, bevor Sie
ihn füttern (während der Zubereitungszeit) und jedes Mal, wenn Sie mit ihm zum Spaziergang
aufbrechen. Anfangs legen Sie den Maulkorb wieder ab, wenn Sie ein Stück vom Haus weg sind.
Während des Spazierganges ziehen Sie den Korb mehrfach wieder für kurze Zeit an. Dehnen Sie
die Tragezeiten täglich etwas weiter aus. "Vergessen" Sie immer häufiger, den Korb zwischen
durch auszuziehen. Am Ende der zweiten Woche sind die meisten Hunde soweit, dass sie den
Maulkorb bei kurzen "Gassigängen" (bis 15 Minuten) ständig tragen können.
3. und 4. Woche
Verlängern Sie nach dem obigen Schema die Tragezeiten. Wenn der Hund den
Maulkorb problemlos eine Stunde trägt, ist die Gewöhnung abgeschlossen.
Wichtig:
Bis zum Ende der Gewöhnungsphase darf der Hund niemals mit dem Maulkorb
unbeaufsichtigt oder außerhalb Ihrer Einwirkung sein. Später sollten Sie ihn auch nur
höchstens für einen kurzen Augenblick unbeaufsichtigt lassen. Verhindern Sie ruhig aber
konsequent jeden Versuch, den Maulkorb abzustreifen. Dabei können sonst Verletzungen im
Gesicht oder an den Pfoten entstehen. Vermeiden Sie negative Erfahrungen im Zusammenhang mit
dem Maulkorb, bis die positive Gewöhnung abgeschlossen ist (z. B. Tierarztbesuch).
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