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Erziehung - Strafen
Gefahren beim Strafen
Strafen ist nicht einfach. Mit positiven Strafen (dem Hund wird etwas
zugefügt, z.B. er erhält Prügel) ist gemeint, dass dem Hund etwas, was er als aversiv oder
unangenehm empfindet, passiert:" ein Ruck mit dem Stachelhalsband nur als Beispiel,
wir möchten Sie jedoch keinesfalls ermuntern dies zu tun". Damit die Strafe wirkt, muss
diese richtig angewandt und vom Hund verstanden werden. Sie muss beim ersten Fehlverhalten
sofort und richtig dosiert erfolgen. Die Strafe muss jedes Mal erfolgen, wenn das
Fehlverhalten auftritt. Hört das unerwünschte Verhalten nach 3-4maliger Strafe nicht auf,
dann bedeutet das, dass man einen Fehler in der Handhabung gemacht hat. Strafen richtig
einzusetzen ist fast unmöglich, außer unter Laborbedingungen.
Zu harte Strafen können beim Hund Meideverhalten auslösen. Auch falsche
Verknüpfungen können entstehen wenn z.B. noch andere Personen oder Geräusche oder auch Gerüche
vorhanden waren. Hier ein anderes Beispiel: "der Hund zieht an der Leine und Sie korrigieren
durch einen starken Ruck mit dem Stachelhalsband während ein Kind oder ein anderer Hund vorbei
kommt". Der Hund kann jetzt den Schmerz mit dem Kind oder dem Hund verknüpfen. Als Hundehalter
wundert man sich später, wenn der Hund aggressiv auf Kinder oder andere Hunde reagiert, obwohl
er das noch nie vorher getan hat. Strafen sind immer mit Angst und Stress verbunden und die
Hunde lernen in diesem Zustand sehr schlecht. Der Misserfolg verführt zum noch härteren
Durchzugreifen. Die Spirale der Gewalt dreht sich weiter. Der Hund wird komplett
handlungsunfähig oder er wird immer aggressiver und unberechenbarer.
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| Diskscheiben | Sprühhalsband | Würgehalsband | Stachelhalsband |
- Das Sprühhalsband und die Diskscheiben sind für Strafen geeignet. Nachteil: sie können den Hund
geräuschempfindlich machen.
- Das Würgehalsband kann Kehlkopfverletzungen und Quetschungen im Hals-Nackenbereich hervorrufen
und dadurch Rückenprobleme verursachen.
- Je nach Schliff verursacht das Stachelhalsband starke Schmerzen. Auch das sogenannte
Schüttelschonruckhalsband mit Plastiknoppen zwickt den Hund noch stark am Hals und ahmt damit das
Beißen nach. Fehlverknüpfungen sind vorprogrammiert.
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Der Hund verknüpft immer die Strafe, egal ob eine Leichte oder eine Harte,
mit der Person, die diese ausführt. Und das sind in der Regel Sie.
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